Was ist Viskosität?

Viskosität – auch bekannt als cSt – ist ein Maß für die Trägheit einer Flüssigkeit, eines Gases oder Plasmas, also deren Fließfähigkeit. Wasser hat zum Beispiel eine niedrige Viskosität, während Honig und Harz eine sehr hohe Viskosität besitzen. Deshalb fließt Wasser deutlich leichter als Honig.
Die Viskosität ist in vielen Produktionsprozessen ein entscheidender Faktor, da sie Informationen über Konzentration, Konsistenz und Fließverhalten von Rohstoffen oder Endprodukten liefert.

Viskosität in Gruppen

Bei der Messung der Viskosität unterscheidet man grundsätzlich zwei Kategorien:

  • Newtonsche Flüssigkeiten
  • Nicht-Newtonsche Flüssigkeiten

Diese lassen sich je nach Viskosität in drei Gruppen einteilen:

  • Hoch – z. B. Asphalt, Gummi, Harz & Honig
  • Mittel – z. B. Heizöl, Farbe & Fette
  • Niedrig – z. B. Wasser, Petroleum & leichtere Öle


Wie findet man den richtigen Filter?

Um den richtigen Filter für eine Aufgabe auszuwählen, ist es wichtig, die Viskosität der Flüssigkeit zu berücksichtigen, die gefiltert werden soll. Dazu wird der tatsächliche Durchfluss auf einen äquivalenten Durchfluss bei 1 cSt (Wasser) umgerechnet.

Formeln:

  • Qdim = dimensionsbezogener Durchfluss bei 1 cSt (Wasser)
  • Qv = Durchfluss bei tatsächlicher Viskosität
  • F = Korrekturfaktor aus der Tabelle

Qdim = F × Qv


Beispielrechnung

10 m³ Öl pro Stunde mit einer Viskosität von 120 cSt soll auf 250 µm gefiltert werden.
In der Tabelle wird für 120 ein Korrekturfaktor von 1,85 in Spalte F angegeben.

Qdim = 1,85 × 10 m³/h = 18,5 m³/h

Das bedeutet: Der geeignete Filter für diese Aufgabe muss einen Durchfluss von mindestens 18,5 m³/h bewältigen, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen.

Viskosität (cSt) Faktor (F) Beispiel – Produkt/Flüssigkeit
1,0 1,0 Wasser
33 1,25  
45 1,35  
60 1,47  
75 1,61  
90 1,70  
120 1,85  
150 1,97  
210 2,13  
260 2,27  
320 2,44  
380 2,63  
470 2,78  
570 3,03  
660 3,23  
760 3,45  
950 3,58  
1140 3,80